Hessischer Landespreis für Integration schwerbehinderter Menschen vergeben

Das hessische Ministerium für Soziales will mit der Verleihung des Preises nicht nur Unternehmen hervorheben, sondern auch auf die Vorbildfunktion hinweisen.

https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilung/landespreis-fuer-beispielhafte-beschaeftigung-und-integration-schwerbehinderter-menschen-0https://soziales.hessen.de//video/8-tag-der-menschen-mit-behinderung

Regionalkonferenz Nord im BBW Nordhessen Kassel

Die Regionalkonferenz am 10.11.2011 stand unter dem Zeichen der UN-Konvention und deren Auswirkungen für Schülerinnen und Schüler mit dem Schwerpunkten Lernen, Hören und Sprache. Nach der Neufassung der sonderpädagogischen Förderung im Hessischen Schulgesetz und der daraus resultierenden Verordnung wird sich einiges verändern.Hinzu kommt der Hessische Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention in Hessen, der ebenfalls für den Bereich Bildung einige Punkte festschreiben wird, die es ebenfalls zu erfüllen gilt.

„In allen Schulen wird es durch die Inklkusion Veränderungen geben, die wir im Interesse der Kinder mit Sprach-,Hör-und Lernbehinderungen intensiv begleiten müssen“ eröffnete Ursula Häuser die Diskussion. Kritisch sehe der Verband vor allem die Übergänge Kindergarten – Schule, den Übergang nach Klasse 5, vor allem aber den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. Hier sehe man die größten Schwierigkeiten, da noch völlig unklar ist, wie sich gerade an dieser Schnittstelle die Unterstützungssysteme entwickeln würden. Sie forderte die Anwesenden auf, den Weg der Kinder und Jugendlichen intensiv zu begleiten.

Deutlich wurde im Rahmen der Diskussion, dass Kollegien  der Schulen  besorgt seien, ob eine ausreichende sonderpädagogische Förderung für die Kinder zur Verfügung stehen wird. Erste Auswirkungen der Inklusion werden im kommenden Schuljahr zu verzeichnen sein, so die Auffassung der Regionalkonferenz. „Wenn die Kinder nicht ausreichend Unterstützung auf ihrem Weg erfahren, kann man nicht erwarten, dass sie einen Abschluss erreichen bzw. eine Ausbildung beginnen können“ sorgte sich ein Teilnehmer.

Förderschulen und Beratungs- und Förderzentren, vor allem aber auch die allgemeinen Schulen, von der Grundschule bis zur beruflichen Schule stünden vor einer neuen Aufgabe, die heute noch nicht umfassend formuliert werden kann.Es wird nicht ausreichen, die sonderpädagogische Kompetenz der Beratungs- und Förderzentren in die allgemeine Schule mit einzubeziehen. Die Entwicklung wird vor allem große Veränderungen in der Lehreraus-, Fort- und Weiterbildung erfordern. Hier müsse noch viel passieren.

Wie es mit der beruflichen Rehabilitation und der Ersteingliedeung in den kommenden Jahren aussehen werde, sei heute noch nicht absehbar. Auch die Entwicklung der Berufsbildungswerke stehe unter dem Einfluss der UN-Konvention und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen, erklärte der Leiter des BBW Nordhessen,Klaus Winger. Das BBW Nordhessen stünde vor neuen Aufgaben – so wie alle Berufsbildungswerke-, würde sie annehmen und an Konzepten zur Verbesserung der Übergänge in eine Ausbildung mit erarbeiten.

„Der Landesverband wird Ihnen ein aktiver Partner auf diesem Weg sein, sowohl für die Schule als auch für die BBWs und  für die Bildungsträger, mit denen wir in Kontakt stehen,“ schloss der Verbandsvorsitzende Hans-Jürgen Jung die Konferenz.

Landesverbandsvorsitzende v.l. Hans - Jürgen Jung und Ursula Häuser
Teilnehmer der Regionalkonferenz: Birgit Merz, Werner Mösche-Sonnenberg, Klaus Winger


Informationen zum Persönlichen Budget

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen Marktplatz zum Persönlichen Budget geschaffen. Er bietet allen, die sich dafür interessieren wichtige Informationen zum Thema, erleichtert die Suche nach Beratungs- und Servicestellen, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen und Beispiele aus der Praxis. Sie finden den Marktplatz unter www.budget.bmas.de

Die Seite zum persönlichen Budget können Sie auch in einer Version mit leichter Sprache lesen.

Publikation der BMAS zum Persönlichen Budget

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2009

Liebe Mitglieder, liebe Freunde

Zu unserer Jahresmitgliederversammlung

am Samstag, den 07. März 2009 um 14.00 Uhr

im Hotel „Deutsches Haus“ (eine Einrichtung des BBW – Südhessen)
35510 Butzbach, Bahnhofstraße 9 laden wir Sie herzlich ein.

Einlaß ab 13.30 Uhr

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Referat: Vertiefte Berufsorientierung durch das BBW- Südhessen an interessierten Förderschulen in der Region, nach § 33 SGB III und § 421q SGB III Förderschulen in der Region, nach § 33 SGB III und § 421q SGB III
Referent: Herr Carsten Rehbein, BBW- Südhessen
3. Feststellung der Beschlussfähigkeit
4. Geschäftsbericht des Vorsitzenden
5. Kassenbericht der Kassiererin
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Ehrungen für 10-jährige und 25-jährige Mitgliedschaft
8. Veranstaltungen im Geschäftsjahr 2009, Vorblick auf das Jubiläumsjahr 2010
9. Anträge
10. Verschiedenes

Anträge sind bis spätestens 01. März 2009 mit Begründung an unsere Geschäftsstelle zu richten.
Sollten Sie einen Gebärdendolmetscher oder ein Schriftdolmetscher benötigen, bitten wir um eine umgehende verbindliche Rückmeldung.

SchuB wird weiter gefördert

Das Projekt „SchuB – Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“ wird durch den Europäischen Sozialfond in einer zweiten Runde bis 2013 gefördert.

Die überaus erfolgreiche Maßnahme richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, bei denen zu erwarten ist, dass sie den Hauptschulabschluss nicht schaffen werden.
In dem ersten Durchgang 2004-2006 erreichten von 206 Schülerinnen und Schüler 188 oder 91% den Hauptschulabschluss und davon sogar 71 den qualifizierenden Hauptschulabschluss.
Im nächsten Schuljahr werden an über 70 Standorten vorraussichtlich knapp 2000 Schülerinnen und Schülern in SchuB-Klassen unterrichtet.

Die Maßnahmen an den Schulen werden durch ein umfangreiches Fortbildungsprogramm durch das Amt für Lehrerbildung begleitet. Im „Blended-learning-Verfahren“ bearbeiten die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen insgesamt 12 Module im Zeitraum von 2 Jahren.

Warum SchuB-Klassen an hessischen Haupt- und Förderschulen?

Die Zahl der Hauptschülerinnen und –schüler in Hessen ohne Abschluss ist seit Beginn der 90er Jahre konstant auf einem relativ hohen Niveau. Fast zwei Drittel der voraussichtlich abschlusslosen Jugendlichen geht bereits vor Erreichen der 9. Klasse von der Schule ab.

Vom Schulversagen betroffen sind im stärkeren Maße männliche, hier insbesondere Jugendliche ausländischer Herkunft oder mit Migrationshintergrund. Hauptschüler-innen und –schüler ohne Abschluss gelten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auch aufgrund ihres höheren Alters – in der Regel haben sie bereits zehn Pflicht-schuljahre in der allgemeinbildenden Schule absolviert – als schwer vermittelbar und ausbildungsunfähig.

Um diesen Jugendlichen dennoch den Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen, war bildungs-politisches Handeln also dringend geboten. Mit dem Schulgesetz vom 01.01.2005 wurde die Einrichtung landesweiter „SchuB-Klassen“ (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb) fest-gelegt.

Diese Schubklassen mit maximal 15 Schülerinnen und Schülern sollen dazu beitragen:

  • die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken und zu stabilisieren;

  • Erfolgserlebnisse zu schaffen und die Lern- und Leistungsmotivation zu steigern;

  • persönliche Stärken und Kenntnisse zu fördern;

  • Schlüsselqualifikationen (fachliche, methodische, persönliche und soziale Kompetenz zu vermitteln;

  • die Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit zu erhöhen;

  • strukturierte Berufsorientierung sowie Praxiserfahrungen zu ermöglichen;

  • Schul- und Ausbildungsabbrüche und unnötige Warteschleifen zu reduzieren bzw. zu vermeiden;

  • die Schülerinnen und Schüler in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln;

  • den Hauptschulabschluss im Rahmen der Verordnung zu ermöglichen und damit die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss zu verringern.

Wichtigstes Merkmal von SchuB-Klassen ist ein praxisorientiertes Lernen in Betrieben, der Anteil des theoretischen Unterrichts wird zugunsten der praktischen Tätigkeit gekürzt und konzentriert. Zwei aufeinander folgende Praxistage pro Woche verbringen die Schülerinnen und Schüler in einem Betrieb, in dem sie insgesamt 16 Zeitstunden lernen. Innerhalb der vier Schulhalbjahre sollen zudem mindestens drei verschiedene Berufsfelder kennen gelernt werden.

Einen weiteren Schwerpunkt legt das SchuB-Konzept auf eine individuelle und sozialpädagog-ische Förderung und die Erstellung von Förderplänen für jeden einzelnen Schüler.

Deutscher Behindertenrat weist auf europäische Antidiskriminierungskampagne hin

08.05.2007 – Das Europäische Behindertenforum (EDF) hat eine Kampagne für eine europäische Antidiskriminierungsrichtlinie für behinderte Menschen mit einer Unterschriftensammlung gestartet. Eine Million Unterschriften sollen den nötigen Druck entfalten, dass auf europäischer Ebene klare Regelungen gegen die Diskriminierung behinderter Menschen beschlossen werden…

Weiterlesen beim Deutschen Behindertenrat:
http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID58077